Handball Ball weiß blass 2016

Starke Leistungsschwankungen

Zur bisher sieglosen Drittligareserve der Baggerseepiraten mussten die ersten Herren am Sonntag reisen. Sieglos insofern, dass die einzigen beiden Punkte auf der Haben-Seite durch einen Regelverstoß der Falken 2 aus Groß-Bieberau ergattert werden konnten. 

Der Schein trügt bekanntlich gerne, denn die Reds wurden von fast der selben Mannschaft erwartet, die ihnen letztes Jahr zwei bittere und hohe Niederlagen zufügte. Die HSG, in ihren Reihen einige Jungtalente aus der 3.Liga, stand stark unter Zugzwang und musste  unbedingt Punkten. Die Reds hingegen wollten nicht der erste Ligakonkurrent sein, der gegen diese junge Truppe sportlich verlieren würde.

Die Baggerseepiraten begannen jedoch furios. Spielerisch leicht fand jeder Ball seinen Weg ins Tor und die Abwehr der Reds ähnelte einem Schweizer Käse. Zunehmend steigerte man die Leistung im Angriff und konnte bis zur Halbzeit 17 Tore erzielen. Auch hier sollte der Schein trügen, denn mit 22 Gegentreffern brachte man die HSG in eine optimale Ausgangslage für die zweite Hälfte. Es soll schon Spiele gegeben haben in denen weniger Tore vielen, als in diesen 30 Minuten. „Die Heiße Phase“ beschrieb die 10 Minuten nach Wiederanpfiff gut, denn das Spiel drohte nun zu kippen. 5 Tore haben die Reds schon mehrfach in dieser Saison aufgeholt, doch wusste man ebenfalls, dass durch ein paar schnelle Tore der Gegner das Spiel so gut wie entschieden gewesen wäre. Zur Enttäuschung der mitgereisten Fans tat sich letzteres zu. Ehe sich Roßdorf versah, markierte die glänzend aufgelegte Reservetruppe den vorentscheidenden 30. Treffer. Denn die Reds mussten nach dem 6:0 Lauf der HSG zu diesem Zeitpunkt einem 10 Tore Rückstand hinterherlaufen. Zeitweise wuchs diese Differenz auf bis zu 12 Tore. Die SKG fand nicht mehr zurück ins Spiel und musste sich recht deutlich mit 42:32 geschlagen geben.

Es spielten: Jan Metzen und Fabius Laake im Tor, Lars Schmid (9), Jonas Schattschneider (7/1), Florian Lang (4), Tim Pfeiffer (3), Matze Esser (3), Felix Schürger (2), Paul Schöber (2), Tim Henßel (1), Oli Bickert und Jonas Kämmerer

Jonas Schattschneider